UND NIEMALS VERGESSEN!
2009-02-05, unser-ostseestadion.de

Der 20. Oktober 2007 war ein historischer Tag. Fans gingen auf die Straße, demonstrierten für traditionelle Werte und verteidigten ein in zahlreichen Stunden selbstangefertigtes Banner mit dem Schriftzug „Ostseestadion“ vor, na sagen wir, Ordnungskräften.

Bis zum heutigen Tag tragen die Fans den wahren Namen unseres Stadion in sämtliche Fußballstandorte in ganz Deutschland. Dieses Banner ist immer im Gepäck der Fans, die Hansa im Herzen tragen, und für die kein Weg zu weit ist. Die Liebe zu ihrer Heimstätte, dem Ostseestadion, rufen sie Woche für Woche auf den Rasen, egal wo sie sich befinden. Für diese Fans gilt:

DIE LIEBE ZUM VEREIN KENNT KEINE LIGA!!!

Gerade im Jahr 2009 weiß man, was der Spruch bedeutet, und man wird im Sommer sehen, wer zu seinem Verein hält, und wer nicht.

Trotz, oder gerade wegen dieser unruhigen Zeiten geschehen auf Seiten der Fans einfach tolle Dinge.

  • die wahre Kogge wurde zurückerobert
  • der neue Aufsichtsrat wird seit November 2008 durch die Stimme der Fans mitgeprägt
  • vertrauensvolle, sozialpädagogische Fanarbeit wird in nie dagewesener Qualität (Organisation, Planung, Durchführung) geleistet
  • enige Stadionverbotler bekommen wieder Zutritt zum Stadion

Diese vier Punkte zeigen, was Fans leisten können, wenn sie zusammenarbeiten.

Diese vier Punkte zeigen, dass Fans mit Leidenschaft, Engagement, Erfahrung und Charakter mehr Einfluß haben können und bessere Arbeit leisten, als es Söldner auf dem Rasen oder an geldlichen Dingen interessierte Betriebswirtschaftler mit befristeten Verträgen wahrhaben wollen.

Fans haben keine vertraglich befristete Ehe mit ihrem Verein, sie sind ihm auf ewig verbunden

...und manchmal noch etwas länger.

Zwar konnten wir bisher nicht erreichen, dass unser Stadion auch offiziell seinen Namen zurück erhält, aber unsere Unterstützerliste zeigt, wieviele Leute hinter uns standen und stehen. Das konnten auch sämtliche Versuche, unsere Arbeit und unsere Aktionen zu sabotieren, nicht verhindern.

Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet das "Hansa-Fan-Projekt" nun auf den Zug aufspringen will und mit Bannern versucht, einen Bezug zwischen der Umbenennung des Ostseestadions und der Kündigung des Mietvertrages für das "blaue Haus" herzustellen. Zur Erinnerung: Es war das "Hansa-Fan-Projekt", das uns seinerzeit belächelt und teilweise beschimpft hat, sich anschliessend in gewohnter Manier distanzierte und den Namensverkauf sogar guthiess. Dieselben Leute wechseln nun aus ureigenstem Interesse die Seiten und kritisieren nun den Namensverkauf.

Wenn man im blauen Haus in den letzten Jahren auch nur ansatzweise so viel Engagement gezeigt hätte, wie man jetzt beim Jammern und Klagen in allen möglichen Medien, beim Malen von Bannern und beim Sammeln von Unterschriften an den Tag legt, wäre es zur jetzigen Situation gar nicht gekommen. Stattdessen beschränkte man sich auf den Kartenverkauf, die eigene Kneipe und die Organisation von überteuerten Bustouren - letztlich Dinge, mit denen man Geld verdient. Wohlgemerkt zusätzlich zu der finanziellen Unterstützung durch den Verein und die zahlreichen Sponsoren.

Wir wollen nicht verschweigen, dass sich das "Hansa-Fan-Projekt" sehr um behinderte Hansafans kümmert, vor allem bei der Organisation der alljährlichen Weihnachtsfeier, bei den Heimspielen und einigen Auswärtstouren. Das allein ist für einen selbsternannten "Dachverband aller Hansafans" jedoch zu wenig. Denn von den problematischen Fans und von denen, die anders ticken, von den jüngeren und den Anhängern der "neuen Generation des Fanseins", von allen anders denkenden distanzierte man sich in schöner Regelmäßigkeit, anstatt den wirklichen Aufgaben eines Fanprojektes nachzukommen. Man war und ist kein "Dachverband" und schon gar nicht "aller Hansafans".

Diese Aufgabe nimmt nun das kommunale Fanprojekt wahr und hat in der kurzen Zeit seines Bestehens schon mehr bewirkt, als das "Hansa-Fan-Projekt" in den ganzen Jahren davor. Deshalb ist es nur konsequent, dass der F.C. Hansa und seine Abteilung Fanbetreuung nun das blaue Haus wieder ALLEN Fans zur Verfügung stellen will. Denn ein gewöhnlicher Fanclub, der das "Hansa-Fan-Projekt" nunmal ist, benötigt weder ein eigenes Haus, noch eine Vorzugsbehandlung durch den Verein.

Noch ein paar Worte in eigener Sache: Hier auf dieser Seite hat sich lange nichts getan. Man könnte meinen, die Initiative "Unser Ostseestadion" hätte aufgegeben. Das ist nicht der Fall. Wir kämpfen weiter für den Erhalt unseres Ostseestadions. Schon bald werdet Ihr wieder von uns hören und lesen.